Ken-David Masur

Ken-David Masur

1. Gastdirigent

Ken-David Masurs Kunst wurde von der amerikanischen Presse als „furchtlos, kühn und lebendig“ bezeichnet und die Leipziger Kritik feierte ihn als „einen brillanten und richtungsweisenden Dirigenten mit unverkennbarem Charisma“. Die Saison 2017/18 beginnt er am Pult des Boston Symphony Orchestra in Tanglewood mit Werken von Aaron Jay Kernis, Sergej Prokofjew und Peter I. Tschaikowsky sowie mit dem Los Angeles Philharmonic in der Hollywood Bowl mit Dvoráks 9. Symphonie und der Uraufführung von Alan Fletchers neuem Klavierkonzert. Im Herbst 2017 dirigiert er eine Neuproduktion von Moto Osadas Kammeroper „Four Nights of Dream“ bei der Japan Society in New York sowie in Tokio. Im Anschluss folgt u.a. eine neue Bühnenproduktion von Griegs „Peer Gynt“, die speziell für das Boston Symphony mit dem Tanglewood Festival Chorus, der Sopranistin Camilla Tilling und Bühnendarstellern in der Symphony Hall konzipiert wurde. Zudem gehört Ken-David Masur zu den Gastgebern eines Beethoven-Symposiums mit Anne-Sophie Mutter, Lambert Orkis, Peter Gülke und Michael Ladenburger als Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten des Internationalen Kurt-Masur-Instituts in Leipzig. Andere Gastengagements führen den Dirigenten in der laufenden Saison nach Milwaukee, Colorado und Portland, zu den Münchner Symphonikern, deren Erster Gastdirigent er seit der Spielzeit 2011/12 ist, sowie zum Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Japan.

In der vergangenen Spielzeit leitete Ken-David Masur das Boston Symphony in Tanglewood mit Tschaikowskys 6. Symphonie und Strauss’ „Vier letzte Lieder“ mit Renée Fleming, stand am Pult des Los Angeles Philharmonic und des Orchestre National de France in Paris in einem Programm mit Anne-Sophie Mutter und dirigierte in Deutschland, Korea und Moskau.

Neben seiner künstlerischen Arbeit ist Ken-David Masur auch pädagogisch um den musikalischen Nachwuchs bemüht. Er ist Associate Conductor des Boston Symphony und leitet mit seiner Frau, der Pianistin Melinda Lee Masur, das gemeinsam gegründete Chelsea Music Festival, ein jährliches zweiwöchiges Festival, das innovative Programme, die Musik, visuelle Kunst und Kulinarisches miteinander verbindet und mit dieser Präsentation außerordentlich erfolgreich ist. 

Frühe Höhepunkte seiner Karriere feierte Ken-David Masur als Associate Conductor des San Diego Symphony Orchestra, von 2004 bis 2006 als Assistant Conductor des Orchestre National de France in Paris und 2007 als Resident Conductor des San Antonio Symphony Orchestra. 2011 erhielt er das „Seiji Ozawa Dirigenten-Stipendium“ in Tanglewood, wohin er 2012 zurückkehrte. Gast-Engagements führten ihn zu den Philharmonischen Orchestern von Dresden, Israel und Japan, zum Orchestre National de Toulouse sowie zu den Symphonieorchestern von Hiroshima, Omaha und Memphis.

Ken-David Masur erhielt seinen B.A. an der Columbia University in New York. Von 1999 bis 2002 war er dort erster Musikdirektor von Orchester und Chor der Bach Society, mit denen er u.a. durch Deutschland tourte und ein von der Kritik hochgelobtes CD-Album mit Symphonien und Kantaten von Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emanuel und Johann Sebastian Bach herausbrachte. Außerdem studierte Ken-David Masur am Leipziger Konservatorium, an der Hochschule in Detmold, an der Manhattan School of Music sowie am „Hanns Eisler“-Konservatorium in Berlin, wo er fünf Jahre lang Meisterschüler des Bass-Baritons Thomas Quasthoff war. 

Ken-David Masur erhielt seinen ersten Dirigierunterricht bei seinem Vater Kurt Masur und wurde anschließend von Dirigenten wie Stefan Asbury, Christoph von Dohnányi, Charles Dutoit, Jorma Panula, Larry Rachleff und Christopher Seaman gefördert. Er wurde von der Latin Recording Academy in der Kategorie „Best Classical Album of the Year“ für das von ihm produzierte Album „Salon Buenos Aires“ für einen Grammy nominiert.

 

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