DVOŘÁK · BRUCKNER
„Das ist ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt!“ Zugegeben, besonders enthusiastisch klingt das nicht. Antonín Dvořák hatte eben eine eher zwiespältige Beziehung zum Cello – zunächst jedenfalls. Denn es war ausgerechnet er, der eines der heutzutage meistgespielten Cellokonzerte überhaupt komponiert hat: jenes Konzert in h-Moll op. 104. Nicht ganz unschuldig an diesem Sinneswandel war der Cellist Victor Herbert, der Dvořák von den Qualitäten dieses Streichinstruments überzeugt hatte. Diese Rolle übernimmt im Prinzregententheater Alban Gerhardt, einer der derzeit weltbesten Cellisten. Da kann man sicher sein: da kreischt und brummt nichts, im Gegenteil! Bruckners erste Symphonie war zunächst nur ein Achtungserfolg für den unter chronischer Selbstunterschätzung leidenden Komponisten. Doch im Nachhinein betrachtet war sie der Startpunkt für eine symphonische Karriere im XXL-Format. Bruckner nannte die erste Fassung des Werks angesichts ihrer, für seine Verhältnisse, noch recht übersichtlichen Dimensionen etwas salopp sein „keckes Beserl“. Aber schon hier hört man: es nahen höhere Weihen.
Program
Antonín Dvořák
Cellokonzert h-Moll op. 104
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 1 c-Moll
Artists
Joseph Bastian, Leitung
Alban Gerhardt, Violoncello
Prelude
19 UhrKonzerteinführung