EINSHOCH6

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Münchner Symphoniker und EINSHOCH6: Diesen Sommer wieder zusammen live auf der Bühne

Es ist eine lange, erfolgreiche, glückliche Zusammenarbeit: Die Münchner Symphoniker und die Münchner Hip-Hop-Band EINSHOCH6. Highlights dieser Verbindung waren unter anderen ein ausverkauftes Konzert in der Philharmonie, das Kunstprojekt Orff sowie der gemeinsame Longplayer "Die Stadt springt". 

Mit einem gemeinsamen, kostenlosen Konzert auf der Sommerbühne im Olympiastadion läuten die Münchner Symphoniker die Saison 2020/2021 ein. Auch EINSHOCH6 können es kaum erwarten endlich wieder, und dazu auch noch mit dem Kammerorchester der Münchner Symphoniker, auf der Bühne zu stehen, wie Carl Amadeus Hiller, Schlagzeuger, Manager und künstlerischer Leiter von EINSHOCH6, im Interview verrät.

Ein neuer Auftritt mit EINSHOCH6 und den Symphonikern steht an! Wie denken Sie darüber?

Ich freue mich riesig, nach vielen von zu Hause aus gestreamten Online-Konzerten endlich wieder auf einer richtigen Bühne stehen zu können – und das auch noch zusammen mit dem Kammerorchester der Münchner Symphoniker auf der großartigen Bühne im Olympiastadion, besser geht's nicht!

Beschreiben Sie bitte mal ein Live-Erlebnis EINSHOCH6 und Münchner Symphoniker in Ihren eigenen Worten.

2015 in der ausverkauften Münchner Philharmonie zusammen mit den Münchner Symphonikern: Das Orchester tanzt, das Publikum jubelt, das war für mich ein einmaliges Erlebnis. Soviel positive Energie! Dafür mache ich Musik.

Wissen Sie schon, wie es mit der Zusammenarbeit in Zukunft weitergeht?

Aktuell schreiben wir an einem neuen Programm, das wir ab 2021 aufführen können. Dabei liegt unser Augenmerk besonders auf der Platzproblematik auf der Bühne, die Corona mit sich bringt. Auch mit einem Kammerorchester wollen wir einen vollen, satten Klang erzeugen. Ich wünsche mir natürlich, dass wir mit diesem neuen Programm zusammen mit einem Ensemble der Münchner Symphoniker viele schöne Konzerte spielen und musikhungrige Zuhörer erreichen können.

Was ist das Besondere an den Münchner Symphonikern?

Definitiv die Aufgeschlossenheit des Orchesters und seine Flexibilität, die bei klassischen Klangkörpern nicht selbstverständlich ist und seinesgleichen sucht! Mit den Münchner Symphonikern hat man immer einen Partner an seiner Seite und auf der Bühne, mit dem das Musizieren einfach Spaß macht.

Warum passen Hip-Hop und Klassik so gut zusammen?

Ich finde, es gibt einfach keine Grenzen bei Musik. Ob Klassiker, Rapper oder Schlagersänger: wir möchten Emotionen wecken, die Musik soll in den Bauch, ins Herz gehen. Konzertbesucher sollen einen tollen Abend haben und begeistert nach Hause gehen - das funktioniert bei Motrip genauso wie bei Tschaikowski.

Wie fühlt es sich an, mit Orchestern zusammenzuarbeiten?

Mit einem Orchester zu arbeiten ermöglicht ein unfassbar großes Klangspektrum. Das ist einfach viel emotionaler und direkter als nur mit elektronischen Hilfsmitteln. Wenn die klassischen Musiker offen sind für Neues, ist jedes Konzert für alle Beteiligten ein wunderbares Erlebnis.

Wie wird zur Coronazeit am Bandzusammenhalt gearbeitet?

Wir nutzen die Zeit, um an neuen Album zu arbeiten. Dabei arbeiten wir mit einem großen Münchner Studio auch an einem neuen Klangkonzept - das Album wird in Dolby Atmos erscheinen. Wir holen den Zuhörer direkt zuhause ab und bieten ein dreidimensionales Klangerlebnis, das er sonst nur in großen klassischen Konzertsälen bekommen würde. Wenn man coronabedingt schon nicht Konzerte besuchen darf, kommt der Konzertsaal eben nach Hause ins Wohnzimmer.

Wie sind Sie zum Schlagzeug gekommen? Zufall oder Bestimmung?

Über den Lehrer meines Vaters, Carl Orff, habe ich die Bedeutung von Rhythmus quasi in die Wiege gelegt bekommen. Mit vier Jahren begann ich Geige zu spielen, da mich ein geigenspielender Clown so beeindruckt hatte, kurze Zeit später folgte das Schlagzeug.

Was wollen Sie mit EINSHOCH6 noch erreichen?

Es wäre schön, noch mehr Menschen mit unserer Musik zu erreichen, und nie aufhören, sich selbst neu zu erfinden.

EINSHOCH6, das ist Upcycling Klassik meets Urban Pop. Seit 2003 schafft die Band einen musikalischen Brückenschlag zwischen klassischer Musik, Rap und Popmusik. Zusätzlich setzt sich die Gruppe im Bildungsbereich ein und hat mit ihrer Musik neue Konzepte für Deutsch als Fremdsprache geschaffen.