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Dienstag

Juli 2023

20:00 Uhr
Brunnenhof der Residenz München
Nodoka Okisawa

STERNENKLAR

Programm

Wie kaum ein Zweiter verstand es Carl Maria von Weber in seinen Opern, die Fülle romantischen Empfindens auf den Punkt zu bringen. Zauber, Dämonie, Anmut, Schwärmerei verdichtete er dann in den Ouvertüren noch einmal zu einem nachhaltigen Konzentrat – wie bei der Oper „Euryanthe“. Wer an die suggestive Melodie der Waldhörner zu Beginn der „Freischütz“-Ouvertüre denkt, dem steht sofort romantisches Waldesdunkel vor Augen. Das Horn war das romantische Instrument schlechthin, kein Wunder also, dass sich Robert Schumann dafür interessierte. In seinem Konzertstück lässt er die verwendeten Ventilhörner anmutig singen. Schumann sagte Brahms früh eine große Zukunft voraus. Doch was Symphonien anging, war Brahms zurückhaltend. Sein erstes Orchesterwerk, das Opus 11, trug denn auch die bescheidene Bezeichnung Serenade. In Hinblick auf Umfang, Besetzung und Anspruch aber ist es den Symphonien sehr nahe und überhaupt ein poetisches, frisches Werk – das auch noch mit einer klangvollen Hornmelodie beginnt.

 

Carl Maria von Weber: Euryanthe-Ouvertüre 
Robert Schumann: Konzertstück für 4 Hörner F-Dur op. 86  
Johannes Brahms: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11  

Besetzung

 

Nodoka Okisawa, Leitung 

Hornquartett der Münchner Symphoniker